Bei drittem WIN-Turnier 2x knapp am Podest vorbei
- Fabian Vorstandlechner

- 19. Jan.
- 3 Min. Lesezeit
Klein, aber fein – so kann man die ATUS Langenzersdorf Delegation beim 2. WIN-Turnier in Kuchl und Klagenfurt am Wochenende des 17. und 18. Jänner 2026 umschreiben.
Im Salzburger Kuchl ging Pia Geineder mit Eva Geineder als Betreuerin an der Bande auf Punktejagd. In der starken Gruppe 1 bekam es die siebzehnjährige Langenzersdorferin mit einer Vielzahl an Bundesligaspielerinnen und Jugendeuropameisterschaftsteilnehmerinnen zu tun. Um so erfreulicher war dann am Ende das Gesamtergebnis. Am Samstag gewann Pia vier ihrer fünf Begegnungen. Hervorzuheben wäre die knappe 1 zu 3 Niederlage gegen die Wienerin Vanessa Tang, bei der Pia bereits mit einem Satz und 8 zu 5 Punkten in Front lag, bevor der Faden riss. Das Highlight es ersten Tages war jedoch der 5-Satzerfolg gegen Dorothea Alexandru aus der Steiermark, der sie in den letzten Begegnungen stets unterlegen war.
Mit einer Bilanz von 4 zu 1 ging es am Sonntag weiter. Dort warteten gleich die beiden Wiener Neudorferinnen Gabriela Kezai und Julia Fuchs auf sie. Zwei Spielerinnen, die sich auf spielerischer Augenhöhe mit Pia befinden. Entsprechend knapp fielen die Ergebnisse aus. In beiden Spielen konnte die ATUS-Akteurin die Box als Fünfsatzsiegerin verlassen. Im vorletzten Spiel bekam sie mit Marija Lytvyn (ST) eine international erfahrene und zur erweiterten europäischen Spitze zugehörige Nachwuchsspielerin zu tun. Pia hielt sehr gut mit, verlor jedoch alle drei Sätze knapp (-7, -9, -9). Ihre letzte Turnierbegegnung bescherte Pia ausgerechnet die bisher ungeschlagene Julia Dür, die als Salzburgerin auch Heimvorteil genießen konnte. Davon unbeeindruckt, zeigte die Langenzersdorferin was in ihr steckte. Pia gewann die Sätze 1 und 2 Dank cleverer Taktik, perfekter Platzierung und starken Schlägen aus der Halbdistanz. Nach verlorenem drittem Satz war bereits zu befürchten, dass es abermals einen fünften Satz geben könnte. Doch falsch gedacht. Pia machte im vierten Satz den „Sack“ zu und gewann nach längerer Durststrecke, damals gehörte Pia noch der Altersklasse U10 an, Julia Dür. Diese konnte sich trotzdem über den Turniersieg freuen, da dies ihre einzige Niederlage war. Für Pia verblieb der vierte Rang im Endklassement, da sie im direkten Duell gegen Tang verloren hatte. Trotzdem gab es für Pia und ihrer mitfiebernden Mama Eva viel Grund zur Freude, stehen doch neben einer Vielzahl an starken Partien, tollen Ballwechseln auch RC-Punkte zu Buche. Mit ihren sieben Siegen konnte Pia erstmals in ihrer TT-Karriere die 1600 RC-Punktegrenze überschreiten.

Im Kärntner Klagenfurt versuchten sich Sebastian Müller und Arthur Poppenwimmer in den Gruppen 17 und 18. Patrick Poppenwimmer, der selbst vor vielen Jahren an der damaligen Superliga teilgenommen hatte, stand ihnen als Betreuer mit Rat und Tat zur Seite. Sebastian darf mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf das Gesamtergebnis blicken. Lachend weil er insgesamt sechs von neun Spielen für sich entscheiden konnte. Damit wies er dieselbe Bilanz auf wie der spätere Zweite. Kurios dabei ist, dass insgesamt fünf Nachwuchsspieler dasselbe Spielverhältnis aufwiesen. Schade, dass Sebastian dabei von allen Fünf das schlechteste Satzverhältnis mitbrachte. Besonders bitter waren hier die zwei 5 Satzniederlagen, die ihm Platz 1 oder 2 gekostet haben. Somit blieb ihm statt einem erstmaligen Podestplatz „nur“ der sechste Platz im Ranking. Davon ab war es jedoch eine sehr starke Leistung auf die Sebastian nicht nur aufbauen, sondern auch sehr stolz sein kann.
Ganz ähnlich erging es Arthur. Arthur musste in der Gruppe 16 ran. Dort konnte er vier Spiele gewinnen. Auch Arthur teilte sich die Bilanz von 4 Siegen zu 5 Niederlagen mit zwei anderen Spielern. Wie Sebastian hatte er leider ebenfalls das schlechteste Satzverhältnis, verpasste somit hauchdünn die Plätze 5 und 6 und landete im Gesamtranking auf Platz 7.

Obmann Markus Geineder, der diesmal zuhause die Daumen gedrückt hatte, freute sich trotz der knapp verpassten Podestplätze über die guten Ergebnisse: "Alle Drei haben bewiesen, dass sie auch in diesen schweren Gruppen das Zeug haben vorne mitzuspielen. Besonders Pia zeigt aufsteigende Tendenz und kann mit der österreichischen Spitze nicht nur mitspielen, sondern wie ihr Sieg gegen Julia Dür bewies auch mithalten. Das lässt für die Zukunft noch Einiges erhoffen."




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