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10 Jahre Spielgemeinschaft WAT Mariahilf - ATUS Langenzersdorf

Aktualisiert: 11. Dez 2020

Still und heimlich gab es im Sommer 2020 ein rundes Jubiläum im Wiener Tischtennissport zu feiern. Die beiden WTTV-Vereine WAT Mariahilf und ATUS Langenzersdorf absolvierten ihre zehnte gemeinsame Saison miteinander. Zeit also dieses SGML-Tischtennisjahrzehnt genauer zu beleuchten, Revue passieren zu lassen und auch einige Statistiken zu bemühen.

Die Weichen für diese Spielgemeinschaft wurden vor viel mehr als 10 Jahren gelegt. Genauer gesagt im Jahre 2004, als sich beide Vereinsnachwuchstrainer darauf einigten Matthias Kral (LEN) und Alexander Chen (MAR), beide Jahrgang 1993, zu einer Doppelpaarung für zukünftige gemeinsame Erfolge zusammen zu stellen. Die Erfolge ließen nicht lange auf sich warten und bereits bei den Wiener Landesmeisterschaften 2004 gab es einen Vizelandesmeistertitel zu feiern. Es folgten viele weitere Landesmeistertitel, Mannschaftserfolge und Podestplatzierungen bei Österreichischen Meisterschaften. 2007 und 2008 veranstalteten die beiden befreundeten Vereine die Österreichischen Meisterschaften der Unterstufe (U11 & U13). Diese Zusammenarbeit klappte dermaßen gut, dass man sich im Frühjahr 2010 zusammen setzte um über eine gemeinsame sportliche Zukunft zu sprechen.


So fing alles an: Mit der Doppelpaarung Alexander Chen (WATM, links) und Matthias Kral (LENZ, rechts).

Die „Baumeister“ dieser künftigen Spielgemeinschaft hießen Fritz Dauchner (WAT Mariahilf Obmann), Barbara Schneeweis (WAT Mariahilf Nachwuchstrainerin), Alexander Tischler (ATUS Langenzersdorfs Sponsorvertreter), Walter Kral (Spielervater) und Markus Geineder (damaliger Sektionsleiter und heutiger Obmann der ATUS Langenzersdorf und Nachwuchstrainer). Ein knappes Konzept wurde erstellt, eine Zielsetzung für die Zukunft formuliert und die Bereitschaft signalisiert vorerst für 3 Jahre eine Spielgemeinschaft zu bilden. Man wollte dem starken Nachwuchs beider Vereine eine gemeinsame Plattform bieten, wo sie entsprechend ihrem Leistungsvermögen eingesetzt werden können und von Beginn weg sportliche Perspektiven und Ziele verfolgen dürfen. Dabei sollte die Identität beider Vereine nicht verloren gehen und eine Eigenständigkeit bewahrt bleiben.


Was damals in einem Gasthaus des beliebten Erholungsgebietes Seeschlacht in Langenzersdorf erarbeitet und beschlossen wurde, hat nun bereits seit über einem Jahrzehnt Gültigkeit. Man unterstützt sich in organisatorischer Hinsicht, beide Vereine sprechen sich regelmäßig ab, man trainiert fallweise zusammen, wobei die Trainingsressourcen beider Vereine genützt werden können, man bildet wo es sinnvoll ist „gemischte“ Mariahilf-Langenzersdorfer Teams und möchte vor allem im Nachwuchsbereich und in den diversen Ligen gemeinsam dem spielstarken Nachwuchs und den Eigenbauspieler/innen Einsätze ermöglichen und sichern.


Erster gemeinsamer Ausflug der beiden Vereine zu den Österr. Meisterschaften. Als Betreuer/innen mit dabei waren hintere Reihe v.l.n.r. Markus Geineder (damals Sektionsleiter LENZ), Barbara Schneeweis (Nachwuchsleiterin WATM), Alexander Tischler (Sponsorenverantwortlicher LENZ) und Walter Kral (Spielervater).

Blickt man auf das vergangene Jahrzehnt zurück, so darf sich die SGML über eine Vielzahl an Erfolgen freuen. In 10 Jahren wurden in der WTTV Mannschaftsmeisterschaft insgesamt 57 Meistertitel gewonnen. 10 Mal stand eine Mannschaft der Spielgemeinschaft WAT Mariahilf / ATUS Langenzersdorf am obersten Treppchen des Cup-Bewerbes und durfte sich Cup-Sieger nennen. Die Saison 2015/16 sticht mit 9 Meistertitel und 2 Cupsiegen besonders hervor.


Auf nationaler Ebene war man vom Start weg in der Damen- und Herrenbundesliga vertreten. Die erste Damenmannschaft war bis zur Saison 2018/19 in der zweiten Damen-Bundesliga im Einsatz. Als bestes Ergebnis steht ein 4. Platz 2013/2014 zu Buche. Seit der Saison 2019/20 ist man Mitglied der ersten Damen Bundesliga Unteres Play-Off. Die erste Herrenmannschaft ist seit nun mehr 10 Jahren in der zweiten Herren Bundesliga aktiv. Hier konnte in den Saisonen 2010/11 und 2011/12 mit Platz 6 der beste Rang erreicht werden. Erfreulicher Weise kommen sowohl in der ersten Damen- als auch in der ersten Herrenmannschaft fast ausschließlich Eigenbauspieler/innen zum Einsatz. Ganz ähnlich verhält es sich auch bei den aktuell zwei Herren Landesligateams und den drei Damenteams im WTTV. Man bleibt also dem eigenen Konzept und dem „Ja zum Eigenbau“ treu. Doch nicht nur in Sachen „Qualität“ hat die Spielgemeinschaft eine Vorreiterrolle. Auch wenn es um die Quantität geht, gibt es wohl kaum einen anderen Tischtennisverein, der auf eine so hohe Anzahl an Spieler/innen und Mannschaften zurück greifen kann.


In der aktuellen Saison 2020/21 stellt die SGML die Rekordanzahl von 55 Mannschaften, davon 10 Nachwuchsteams, im Fachverband des ÖTTV bzw. WTTV.


Die allererste SGML Bundesliga-Mannschaft formierte sich in der Saison 2010/2011.

WAT Mariahilf und ATUS Langenzersdorf können in der mittlerweile 10 Jahre andauernden Partnerschaft auch in den landesweit und national ausgetragenen Individualbewerben auf eine beeindruckende Erfolgsliste zurückblicken. Bei Wiener Landesmeisterschaften konnten Mariahilf-Langenzersdorfer Spieler/innen nicht weniger als 466 Podestplätze erreichen. 136 Mal kam der/die Wiener Landesmeister/in aus dem niederösterreichisch-wienerischen Zusammenschluss. 2018/19 gab es mit 21 Landesmeistertiteln und 59 Podestplätzen einen internen Rekord zu verzeichnen. Bei nationalen Bewerben durfte die SGML über 50 Österreichische Meistertitel und 125 Podest Plätze jubeln. In der Saison 2014/15 gab es mit 7 Österreichischen Meistertiteln und 18 Plätzen unter den besten Dreien das erfolgreichste Spieljahr zu vermelden.


Die Spieler und Spielerinnen, die Trainer/innen, die Funktionäre, alle ehrenamtlichen Helfer/innen und alle Sponsoren dürfen also zu Recht auf ein ausgesprochen erfolgreiches erstes gemeinsames TT-Jahrzehnt zurück blicken. Man hat alle gestellten Ziele erreicht und mehr Erfolge einfahren können, als man sich dies zu Beginn hätte träumen lassen. Doch die gemeinsame Reise ist noch lange nicht beendet. Es gilt weiterhin den eigenen Nachwuchs zu forcieren, Erfolge nicht als Selbstverständlichkeit hinzunehmen sondern im Gegenteil demütig zu bleiben und sie als Ansporn für weitere Nachwuchs- wie Vereinsarbeit anzusehen und die Ärmel aufzukrempeln. Damit diese Erfolgsgeschichte nicht der Vergangenheit angehört sondern auch in der Zukunft weitergehen kann und wird.


IN DIESEM SINNE ALLES GUTE SPIELGEMEINSCHAFT WAT MARIAHILF – ATUS LANGENZERSDORF.


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