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Damen Aus im Austria-Cup & Acht von Neun Punkten in der Bundesliga

Ein anstrengendes „verlängertes“ Wochenende stand für die Damen der ATUS Langenzersdorf vom 14. bis 16. November 2025 auf dem Programm.


Am Freitag begrüßten Venera Baramidze, Pia Geineder und Eva Geineder mit der Sportunion Sparkasse Kufstein im Achtelfinale des Austria Cups den amtierenden österreichischen Vizemeister im Turnsaal der Neuen Mittelschule. Als Gastgeschenk wollte man nur den guten Langenzersdorfer Wein an die Gäste aus Kufstein verteilen. Diese kamen aus Mexico, Ungarn und Tirol. Wie erwartet, stand man gegen die starke internationale Konkurrenz vom Start weg auf verlorenem Posten. Trotzdem hielt man überraschend gut mit und konnte in vielen sehenswürdigen Ballwechseln den Gegnerinnen ab und an starke Paroli bieten. So konnte Langenzersdorfs Nachwuchshoffnung Pia Geineder gegen die 23-jährige mexikanische Olympiateilnehmerin Arantxa Cossio immer wieder mit spektakulären Gegentopspins reüssieren und Punkte setzen. Am Ende blieb man jedoch erwartungsgemäß ohne Satzgewinn und musste sich mit 0:3 für heuer aus dem Austria Cup verabschieden. Mit dem geteilten neunten Endrang im Bewerb darf man aber Angesichts der starken Konkurrenz zufrieden sein.


Sportunion Sparkasse Kufstein gegen unsere Langenzersdorfer Gladiatorinnen
Sportunion Sparkasse Kufstein gegen unsere Langenzersdorfer Gladiatorinnen
Eva Geineder in Action
Eva Geineder in Action
Venera Baramidze in Action
Venera Baramidze in Action
Pia Geineder in Action
Pia Geineder in Action

Am Samstag ging es für Vero, Pia und Jelena Novak gleich um 10:00 in Hainfeld mit dem 3. Durchgang der 1. Bundesliga unteres Play Off weiter. Nach vier gespielten Begegnungen hielt die ATUS bei 7 Punkten und lag auf dem vorletzten Platz in der Rangreihung aller Teams. Um sich etwas von den hinteren Tabellenrängen abzusetzen, galt es Punkte zu sammeln, um nicht Gefahr zu laufen im Frühjahr in einen Abstiegskampf verwickelt zu werden. Mit der Spielgemeinschaft Altenmarkt/Guntramsdorf traf man zuerst auf einen Verein, der bereits langjährige Erfahrung in der Bundesliga hat. Bereits das erste Einzel entwickelte sich zu einem Krimi. Jelena lag gegen die Nachwuchsspielerin Ana Zlojutro mit 2 zu 1 zurück, konnte das Spiel aber noch mit enormen Kampfgeist 3 zu 2 für sich entscheiden. Nach einem glatten 3 zu 0 für Vero sorgte Pia mit einem Viersatzerfolg gegen die slovakische Legionärin und Nummer 1 des Teams Domenika Vizinova für eine große Überraschung. Damit war der Kampfgeist der Gegnerinnen gebrochen. Die Langenzersdorferinnen gewannen mit 5 zu 1, Vero und Pia sorgten für die weiteren Siegpunkte, Jelena hatte gegen die Slowakin das Nachsehen.


In der nächsten Partie hatte man Glück. Der Badener AC trat ohne ihrer starken kasachischen Legionärin Romanovskaya zu Zweit an. LENZ freute sich über ihr erstes 6 zu 0 in der ersten Bundesliga in ihrer Vereinsgeschichte. Neben den beiden kampflosen Einzeln konnte Jelena Novak 2 Spiele sowie Pia Geineder und Vero Baramidze jeweils ein Spiel für sich entscheiden.


Ein 6:0 ist schön, aber nicht alle Tage zu holen.
Ein 6:0 ist schön, aber nicht alle Tage zu holen.

Im letzten Spiel des Tages wartete der Gastgeber der Blockveranstaltung St. Veit/Hainfeld auf unser Langenzersdorfer „Drei-Mäderl-Haus“. Die Gegnerinnen wollten sich für die 2 zu 3 Niederlage auswärts im Austria Cup revanchieren. Entsprechend lautstark wurden sie von ihren Fans unterstützt. Es entwickelte sich ein spannendes, stets faires und packendes Duell zweier gleich starker Teams. Im ersten Spiel musste Pia Geineder gegen die in Hochform agierende Anna Pfeffer die Box als Verliererin verlassen. Ein Satzgewinn war zu wenig. Venera konnte gegen Claudia Steinbacher trotz leichter Schwierigkeiten bei der Serviceannahme ausgleichen. Sie musste bei ihrem Einzelsieg einen Satz abgeben. Die Heimmannschaft legte Dank eines starken Auftrittes von Ines Diendorfer gegen Jelena Novak, Sieg ohne Satzverlust, abermals vor.


Im anschließenden vierten Spiel bot Vero ihre beste Leistung des heutigen Tages und gewann gegen Anna Pfeffer souverän. Beim Spielstand von 2 zu 2 konnte Pia Geineder wie schon gegen die Slowakin Vizinova für eine faustdicke Überraschung sorgen. Die 17-jährige Langenzersdorferin agierte gegen ihre routinierte Gegnerin, sie war Mitglied des Nationalteams und verfügt über rund 200 RC-Punkte mehr, sehr offensiv und ließ sich vom Schnitt- und Tempowechsel ihrer Kontrahentin nicht aus dem Konzept bringen. Vorhand- und Rückhandtopspins am Tisch wie auch aus der Halbdistanz gingen ihr leicht von der Hand und sie brachte damit die Hainfelderin immer wieder in Bedrängnis. Unter großem Applaus der Teamkolleginnen und Betreuer konnte sie das wichtige Einzel mit 3 zu 1 gewinnen. Somit war klar, man hatte bereits einen weiteren Siegpunkt für die Mannschaft eingefahren. Es gibt nämlich einen Punkt für das Antreten, einen weiteren Punkt für das Erreichen von 3 Einzelsiegen. Für den Gesamtsieg gibt es 3 Punkte. Für Letzteres war man nur noch einen Einzelsieg entfernt. Jelena hatte es als Erste am Schläger für den dritten Mannschaftserfolg des Wochenendes zu sorgen. Sie bot gegen Claudia Steinbacher eine tolle und sehenswerte Partie. In den Sätzen 1 und 2 dominierte Jelena zum Erstaunen des Publikums klar. Gegen Ende des zweiten Satzes fand Steinbacher jedoch noch ins Spiel zurück. Ab diesem Moment war es eine Begegnung auf Augenhöhe, die die routinierte Döblingerin, die für die Spielgemeinschaft St.Veit/Hainfeld antritt am Ende doch noch siegreich gestalten konnte.


Somit musste ein Entscheidungsdoppel herhalten, um den Sieger festzustellen. Geineder und Baramdize bekamen es mit Pfeffer und Diendorfer zu tun. Im ersten Satz lag das Langenzersdorfer Duo mit acht zu fünf Punkten voran. Doch man konnte den „Sack nicht zu machen“, verlor im Nachspiel. Satz 2 ging ebenfalls verloren, beide haderten noch mit dem vorigen Satz. Im dritten Durchgang fand man zurück ins Spiel, Vero und Pia boten eine starke Vorstellung und gewannen sicher. Satz 4 war spannend und attraktiv anzusehen, jedoch liefen die ATUS-Damen immer einem Zwei-Punkterückstand nach, dem sie bis zum Ende nicht aufholen konnten. Damit ging Doppel und Spiel verloren. Trotzdem gab es keine traurigen Gesichter, holte man doch ganze acht von neun möglichen Punkten an diesem Bundesligawochenende.


Mit einem Entscheidungsdoppel ging es in das aller letzte Kapitel des Spiels gegen St. Veit/Hainfeld
Mit einem Entscheidungsdoppel ging es in das aller letzte Kapitel des Spiels gegen St. Veit/Hainfeld

In der Tabelle bedeutet dies den Sprung auf Rang 6. Nach wie vor befinden sich dort alle Teams eng beisammen. Vero & Co liegen 2 Punkte vor Platz 10, aber auch nur 2 Punkte hinter Rang 4. Da der Tabellenelfte Wiener Neudorf bereits 8 Punkte abgeschlagen zurück liegt, sollte die ATUS mit dem Abstieg nichts mehr zu tun bekommen. In der Einzelrangliste haben sich die starken Leistungen von Pia Geineder bemerkbar gemacht. Pia liegt mit einem Verhältnis von 8 Siegen bei 3 Niederlagen auf Platz 10. Vier Ränge dahinter befindet sich Vero auf der 14 sowie Jelena auf der 23.


Obmann Markus Geineder, der in der spannenden Partie gegen Hainfeld kaum ruhig auf seiner Betreuerbank sitzen konnte, zog ein positives Resümee: “Insgesamt haben alle Drei an diesem Wochenende eine tolle Performance an der Platte gezeigt. Das hat sich auch in den Ergebnissen und dem Tabellenstandniedergeschlagen! Für einen Neuling in der 1. Bundesliga beachtlich. Bravo!“


Die letzten drei Partien des Herbst-Durchganges finden am ersten Dezemberwochenende 2025 in Wiener Neustadt statt.

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